Nachtnebel

Ein Wort, das in diesen Tagen immer mehr Resonanz gewinnt
Inzidienz – vor einigen Monaten oder Wochen hätte ich das noch
bei einer Suchmaschine nachgeschlagen. Doch heute begegnet
mir dieses Wort täglich.

Zahlen die entscheiden wo, wann und wie gefeiert wird
wer, was, wo und wie tun darf – und schon begegnen uns wieder die
ersten Bilder, leerer Straßen sonst belebter Bar-Meilen.
Wie der Nebel aufsteigt in diesen Nächten, kühlend und geheimnisvoll
so kriecht die Realität dieses Virusses neu ins Bewusstsein

Mit dem Nachtnebel kommen mir die heutigen Begegnungen in den Sinn
in denen Gott auf unterschiedlichste Weise, in Worten und Zeichen vor kam.
So auch für diese Nacht – für so manchen Nebelstreif – immer ein Stück mehr,
die Erfahrung zu machen: Die Zeichen des Heils sind stärker als die Zahlen des Unheils

/M²

Gottes – Funken

Und es gibt ihn doch !
Diesen Moment
der unverhofft in eine Situation tritt
einen trifft
wenn man es nicht erwartet.

Wenn DU einfach alles durchkreuzt
was man sich schön zurecht gelegt hat,
wenn man nichts mehr erwartet,
von Dir in unseren Alltagssituationen,
mit all unseren Weggefährten.

Da brichts Du ein – wie so mancher Sternenfunken
in unseren vergangenen (Spät-) Sommernächten.

Es gibt ihn immer wider neu
den Gottes-Funken in unserem Alltag,
in der Zeit der Pandemie.

Ein Stück Himmel leuchtet auf
in meinen und Deinen Augen
und er ist in der Nacht besonders sichtbar.

/M²

lodern

Viel ist in den letzten beiden Tagen über dich gesprochen, erzählt oder berichtet worden: Heiliger Geist.
Mal anschaulich – dynamisch, mal mehr theologisch – leise.
In diesem Jahr liegst du irgendwie anders in der Luft – ich merke ohne Deinen Funkenflug bringt all meine Leidenschaft, mein glauben nichts – Du bist es der mich lodern lässt in der Nacht mit deiner Kraft. Vielleicht haben die letzten Wochen dazu beigetragen, Dir die Landebahn ein klein wenig zu verlängern, dass Dein Spirit in meiner Alltagswelt nicht verloren geht, ich mich immer wieder auf einen Funkenflug mit dir einlasse,ich mich trau mir ab und zu die Finger mit dir zu verbrennen. In diesem Sinne: “Komm Heilger Geist.”